Ausstellung im Lüneburg-Haus für U.Sch.I

In der Zeit vom 22.10. – 12.1.19 sind Irmgard Schwamms Impressionen in Oel, Aquarell und Pastell im Lüneburg-Haus Kiel, Dänische Str. 22 zu sehen.

Zur Eröffnung am Sonntag, den 21.10.18 um 18:00 Uhr wird herzlich eingeladen. Nach einer Begrüßung von Christina Mann, spielt Irmgard Schwamm Blockflöte.

Der Erlös der Ausstellung fließt dem Schulprojekt U.Sch.I zu, das alleinerziehenden Müttern, die von Hartz IV leben, ermöglicht, ihren Hauptschulabschluss zu machen, während ihre Kinder professionell betreut werden.

Irmgard Schwamm, Soroptimistin aus Kassel, lebt und arbeitet in Kassel. Sie hat nach musikalischer Lehrtätigkeit und Kindererziehung mit der Entdeckung der Malerei neue künstlerische Ufer betreten. Die Ausbildung erfolgte nach Anfängen in der Rezeptur Kronberger, bei Andrei Krioukuv in Kassel und Berlin. Für die Weiterbildung besuchte sie Kurse bei Christine Reinckens in Kassel, freies Malen bei EJ Kuhnert und Sommerkurse an der Berliner Schule für Bildende Kunst und Gestaltung. Ausstellungen in Kassel, Zingst und im Klostermuseum Burghasungen waren von großem öffentlichen Interesse. Ihre Ausstellung im Kieler Lüneburg-Haus zeigt einen Querschnitt ihrer Arbeiten.

Sibylle Lindenbergs Stimme ist verstummt

Nach kurzer schwerer Krankheit ist unsere ehemalige SI-Deutschland-Präsidentin, im Alter von 78 Jahren am 23.August 2018 verstorben.

Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes war die erste Chefärztin in Schleswig-Holstein, sie war die erste Bürgervorsteherin in Glückstadt. Sie war eine emanzipierte, engagierte Frau, die sich für andere Frauen einsetzte.

Ihre Lebensfreude und ihre geradlinige, offene Haltung werden uns stets ein Beispiel sein und in Erinnerung bleiben. Ihr entschiedener Einsatz galt Soroptimist International. Sie hat viele Clubs geprägt und gleichzeitig viele Menschen weltweit erreicht.

Die Trauerfeier findet am 30.August2018 in der Kreuzkapelle in Glückstadt statt.

 

 

Super Erfolg bei Benefiz-Golfturnier: 7000,00 für U.Sch.I

Benefiz-Golf-Turnier bringt 7.000 € für Schulprojekt „U.Sch.I“

84 Golfer/innen aus 18 verschiedenen Golfclubs und 6 Schnupperkursteilnehmer waren zu Gast beim Golf-Cub Kitzeberg e.V. zum 9ten „SI-Club Kiel Baltica Golf-Cup“. Neben Golfen stand eine fantastisch bestückte Tombola mit über 300 wertigen Preisen, bei 700 verkauften Losen, im Vordergrund. Eingeladen hatte der Club „Kiel Baltica“ von Soroptimist International, der größten Vereinigung berufstätiger Frauen in Deutschland. Der Erlös aus dem Benefiz-Turnier kommt der Schulinitiative „U.Sch.I“ zugute, die alleinerziehenden Hartz-IV-Müttern ermöglicht, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen, während ihre Kinder betreut werden. Am Ende konnten die Organisatorinnen Sabine Romann und Susan Timmann stolz einen Scheck über 7.000€ an die U.Sch.I-Verantwortlichen Petra Tudor, Ulrike Pirwitz und Schirmherrin Angelika Volquartz übergeben.

Bei herrlichem Sonnenschein und hervorragenden Platzverhältnissen spielten 42 Flights Chapman Vierer. Schirmherrin Angelika Volquartz fuhr mit einem Golfcart über den Platz und bedankte sich persönlich bei jedem Spieler. Nach 9 Löchern gab es im Halfway House lukullische Leckereien in Hülle und Fülle. Von gebratenen Hühnchen-Schenkeln über Garnelen-Spieße, Buletten, Rohkost mit Dips, Kuchen, war alles da, was schmeckt und neue Kraft spendet. Nach der Runde wartete wunderbar gekühlter Riesling-Winzer-Sekt auf die Golfer. Im Anschluss ließen sich mehr als 100 Gäste vom Golf-Restaurant Wildgarten bei einem fantastischen Grillbuffet verwöhnen und feierten bis spät in die Nacht.

Stolze Sieger waren Erstes Brutto: Frank Bothur und Renate Scharafat, beide GC Kitzeberg, mit 32/31 Brutto-Punkten. Erstes Netto Klasse A (bis 49,2) gewannen Bianca Thode mit Sabine Homs (beide GC Kitzeberg) mit 51 Netto-Punkten und für das erste Netto Klasse B (ab 49,3) standen Marianne und Wolfgang Naretz (Aukrug) mit 45 Netto- Punkten auf dem Treppchen.

Das Dream-Team Thode/Hohms sicherte sich auch den SI-Wanderpokal – einen antiken Golfschläger. Die Sonderpreise für „Nearest-to-the-Pin Damen/Herren“ holten sich Bianca Thode und Wolfgang Weber (beide GC Kitzeberg). „Longest Drive Damen/Herren“ gewannen Bianca Thode und Torsten Jarausch (GC Kitzeberg/Kieler GC). Nearest to the line ging an Folker George (Schloss Breitenburg).

Bianca Thode lobte das Benefiz-Turnier: „ich unterstütze das Projekt gerne, da es wirklich eine sinnvolle Sache ist. Da es diesmal samstags war, war alles so entspannt. Es war großartig organisiert, prima Laune und ein fantastischer Platz. Wir beide – Sabine und ich – waren super drauf und haben uns perfekt ergänzt.“ Jens Brendel, Hobby-Winzer und Spender des Sektempfangs nach der Runde fügte hinzu: „Dem Turnier, gebührt höchste Anerkennung. Schön ist auch, dass 38 auswärtige Spieler aus mehreren Bundesländern gekommen sind – der weiteste aus Bayreuth – die unseren Platz kennenlernten. So ein Benefiz-Turnier kann sich sehen lassen.“ Eine der Hauptsponsorinnen – Margrit Ketelsen – freute sich, „dass so viele Mädchen den Hauptschulabschluss nachholen und eine berufliche Perspektive für sich und damit eine vernünftige Zukunft für ihre Kinder entwickeln“. Sie stockte den Erlös um 1.200 € aus der Nicolay und Magrit Ketelsen-Stiftung auf, so dass eine so große Spendensumme erreicht werden konnte.

Ermöglicht wurde das Turnier durch zahlreiche Schleswig-Holsteinische Unternehmen und private Spender und Spenderinnen, die für großzügige Preise und Spenden sorgten.

U.Sch.I-Projekt gewinnt Preis als DemographiGestalter 2018

Die Preisträger des DemografieGestalters 2018 stehen fest!  Die unabhängige Jury hat am 13. Februar 2018 getagt und das Schulprojekt U.Sch.I des Mehrgenerationenhauses Kiel als Sieger in der Kategorie „Bildung, Beratung, Betreuung“ gewählt. Die Preisverleihung fand am 4.6.18 im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin statt. Die Laudatio hielt Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

Mehrgenerationenhäuser bringen Alt und Jung zusammen und bieten Beratung und Hilfe für viele Menschen in vielen Lebenslagen. Es gibt 540 dieser Häuser in Deutschland mit 3.000 Hauptamtlichen und ca. 33.000 Ehrenamtlichen, die insgesamt 60.000 Gäste pro Tag Unterstützung anbieten. In der festlichen Veranstaltung betonte die Ministerin, dass es ihr Anliegen sei, sich ‚um Kümmerer zu kümmern‘ und dass es deshalb diesen mit jeweils 2.000 € dotierten Preis gibt. Sie machte allen Ehrenamtlichen Mut und sagte, dass ‚keine eingesetzte Energie verloren gehe‘ und ihr Dank deshalb allen Helfenden gelte. Eine namhafte Jury hat aus 70 eingereichten Bewerbungen 5 ausgewählt. Das Vinetazentrum hat den Preis in der Kategorie „Bildung, Beratung, Betreuung für das Projekt Unsere Schulinitiative (U.Sch.I) erhalten. Das Konzept ermöglicht seit 2010 alleinerziehenden jungen Frauen mit Kindern, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen sowie berufliche Perspektiven zu entwickeln. Die Teilnehmerinnen werden in einem Schuljahr auf die externe Prüfung vorbereitet und erhalten stets psychosoziale Betreuung. Eine Kinderbetreuung im Haus während des Unterrichts ist auch gewährleistet. Das Projekt wird von der Stadt Kiel und dem Jobcenter gefördert. Als freiwillig Engagierte unterstützt der SI-Club Kiel Baltica seit mehr als fünf Jahren das Projekt. Im Zusammenhang mit dem SI-Club Kiel Baltica engagiert sich zudem die Ketelsen-Stiftung.

 

#MeToo – überfällig oder übertrieben? Podiumsdiskussion

Mutig nahm der SI-Club Kiel Baltica zum bristanten Thema #MeToo am Dienstag, 20.März 2018 Stellung. Rund 50 Interessierte kamen in den Kieler Yacht Club,
um bei Fingerfood im Vorfeld schon mal die Meinungen auszutauschen und zu kontakten.

Dann ging es los mit einer der heiß diskutiertesten Debatten derzeit. Moderatorin und Clubschwester Susanne Lemke führte in das Thema ein: Wie man weiß, wurden unter dem Hashtag #MeToo weltweit betroffene Frauen dazu aufrufen, um auf das Ausmaß von sexueller Belästigung und sexuellen Übergriffen
aufmerksam zu machen. Wo fängt sexuelle Belästigung an und wo hört sie auf?

Diese und andere spannende Fragen stellten sich die Podiumsdiskutanten Ursula Schele Geschäftsführerin des PETZE Instituts für Gewaltprävention, Frank Mielke, klinischer Sexologe, SI-Clubschwester Britta Janzen sowie Rechtsanwalt für Strafrecht Ole Jensen. Was brachte uns die Debatte? Ist sie längst überfällig oder übertrieben?

Klar war man sich, dass Missverhalten gegenüber Abhängigen, z.B. im Arbeitsverhältnis oder Leistungssport, ein No-Go ist. Gerade in Abhängigkeitsverhältnissen geht es schlicht um Macht und den Missbrauch dieser Macht. Sachlich wurde sich auf diesen Tatort konzentriert. Höchst interessant waren auch die Statements von Ursula Schele und vom Sexologen Frank Mielke zu häuslicher Gewalt.

Am Ende der Podiumsdiskussion zeigte sich: Die „Me too“-Debatte ist wichtig, um Missbrauch zu entlarven. Nicht geklärt wurde, wo die Grenze zwischen Verfühung und Aggression ist. Ist sie da, wo die Frau „ja“ oder „nein“ sagt? Schade, dass das Publikum nicht mitdiskutieren durfte. Danke, dass die Verantwortlichen dieses Thema aufgegriffen haben. Es war ein spannender Abend, über den noch lange gesprochen werden wird.

 

Angemessene Sprache oder Gender-Wahnsinn

Der BGH hat geurteilt, dass die Sparkasse eine Frau weiter als Kunden ansprechen darf. Das verstoße nicht gegen das Gleichberechtigungsgebot. 

Wie kam es dazu? Eine Kundin einer Saarländischen Sparkasse ist vor den Bundesgerichtshof (BGH) gezogen. Sie wollte, dass ihre Bank sie in Formularen künftig als „Kontoinhaberin“ statt „Kontoinhaber“ anreden soll. Gibt es nicht wichtigeres? Männer machen sich über Gender-Wahnsinn lustig und selbst Frauen könnten in Zeiten der Debatte um Sexismus und männlichen Machtmissbrauch sagen, dass es wichtigere Kämpfe auszutragen gibt, als die geschlechterneutrale Sprache.

Der Rechtsstreit offenbart, dass Gleichberechtigung aus der Gesellschaft heraus anfangen muss. Die Klägerin Marlies Krämer ist lt. Handelsblatt vom 14.3.18 keine Unbekannte. Ihr haben wir es zu verdanken, dass Frauennamen seit 1998 nicht mehr nur für Wetter-Tiefs herhalten müssen, sondern dass auch Hochs nach ihnen benannt werden. Ebenfalls war es Frau Kärmer, die dafür sorgte, dass Frauen seit 1996 auf ihren Ausweisen als „Inhaberin“ unterschreiben. Auch diesmal will die 80-jährige nicht aufgeben und vors Bundesverfassungsgericht ziehen.

Die Argumente, die vor dem BGH ausgetauscht wurden, sind nicht nur für den Prozess wichtig. Die Karlsruher Richter begründen ihre Entscheidung u.a. damit, dass das „generische Maskulinum“ schon seit den 70er Jahren kritisiert, aber dennoch in zahlreichen Gesetzen als Personenbezeichnung verwendet wird. Dieser Sprachgbrauch des Gesetzgebers sei prägend und kennzeichnend für den allgemeinen Sprachgebraucht und das sich daraus ergebende Sprachverständnis.

Entgegen dem allgemeinen Sprachgebrauch haben Bundesbehörden ihre Antragsformulare aber längst angepasst – z.B. beim Kindergeld, Führungszeugnis oder Vorsorgevollmacht.

Eine mögliche Änderung würde teuer, heißt es von den Sparkassen und nun auch in der Urteilsbegründung des BGH. Das mag sogar stimmen. Bevor das nächste Mal Überweisungsträger und AGB gedruckt werden, muss daran vielleicht tatsächlich auch etwas umgeschrieben werden.

Worte werden Taten

Viel wichtiger sind aber die Argumente, die dafür sprechen, Kundinnen und Kunden gleichermaßen anzusprechen. Denn all jene, die anderen regelmäßig das „Mitgemeintsein“ ans Herz legen, gucken komisch, wenn genau das von ihnen erwartet wird. Ein Beispiel hierzu war die Entscheidung der Universität Leipzig, für die Lehrenden der Einfachheit halber nur noch die weibliche Form zu verwenden. Daraufhin hallte der Ruf vom bereits erwähnten „Gender-Wahnsinn“. Die Tatsache, dass Frauen schon sehr lange gezwungen sind, sich in maskulinen Sprachstrukturen mitgemeint zu fühlen, zeigt lediglich, wie überfällig die von Krämer angemahnte Veränderung ist. Dass dieses Anliegen lächerlich gemacht wird, beweist nur, dass das Ausmaß des Verstecktwerdens nicht einmal im Ansatz erfasst wird. Vom Verstecken zum Diskriminieren ist es nur ein kleiner Schritt.

Zum Frauentag vor wenigen Tagen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Videobotschaft gesagt: „Der Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen geht weiter.“ Es gebe noch viel zu tun „für gleiche Rechte von Frauen und natürlich auch für neue Aufgaben für Männer“. Wie wäre es also mit einem klaren Signal für eine Sprache, die Männer und Frauen gleichermaßen anspricht?

Unser Abend im Werftparktheater

„Krabat“ von Otfried Preußler in der Inszenierung von Astrid Großgasteiger stand am Samstag, 3.2.18 auf dem Programm. Einmal im Jahr spielt das Ensemble des Kieler Werftpark-Theaters exklusiv für die Soroptimistinnen des SI-Clubs Kiel und Kiel Baltica.  Die Eintrittskarten beinhalten die Teilnahme an der Vorstellung und dem anschließenden GetTogether. Überschüsse daraus und gesammelte Spenden fließen in die Kulturpatenschaften zugunsten der Kulturarbeit der Muhlius- Schule, Kiel-Mitte sowie der Gerhard- Hauptmann- Schule, Kiel- Gaarden. Die rührigen Clubschwestern sorgen auch für Speis und Trank vor und nach der Vorstellung inklusive Backstage-Kontakt zu den Schauspielern.

Rund eineinhalb Stunden begeisterten die jungen Schauspieler Lasse Wagner in der Rolle des Krabat, Sebastian Kreuzer in den Rollen des 1. Sternsingers, des Meisters und des Lyschko sowie die bezaubernde Pia Leokadia in der Rolle des 2. Sternsingers, der Tonda, des Juro und der Kantorka. „Die Verwandlungsfähigkeit, der Charme, die Spiel- und Tanzkunst der Schauspieler waren meisterhaft“, schwärmte am Ende eine Besucherin. „Wir lieben das Werftpark-Theater, weil man ganz nah am Geschehen ist“.

Begrüßt wurden die Gäste – unter ihnen Oberbürgermeisterin a.D. Angelika Volquartz und SI-Deutschland Programmdirektorin Renate Terwaag – von der Leiterin des jungen Theater im Werftpark Astrid Großgasteiger und den Initiatorinnen Dorit Hamer-Göbbel, SI-Club Kiel Baltica und Helga Lange vom SI-Club Kiel.

Danke für den schönen Abend.

Mit Theater helfen: 1.111€ für Schule

ScheckübergabeWenn in der Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule etwas in Sachen Kultur läuft, stecken nicht selten die Kieler Soroptimistinnen dahinter. Seit 2007 unterstützen die SI-Clubs Kiel und Kiel Baltica Kulturprojekte der Gaardener Grundschule indem sie Theateraufführungen des Werftpark-Theaters exklusiv für ihre Gäste aufkaufen und daraus ein attraktives Event machen. 2016 konnte aus dem SI-Theater-Event „Edgar, der Schrecken der Briefträger“ 1.111,00 € an die Schule gespendet werden.

Ganz oder teilweise werden damit Theaterbesuche, Ausflüge in die Kunsthalle, auch andere Ausflüge finanziert. Dorit Hamer-Göbbel (SI-Club Kiel Baltica), die das Projekt gemeinsam mit ihrer Club-Schwester aus dem SI-Club Kiel, Helga Lange seit Anfang an betreut, freut sich über die gute Resonanz des Theaterprojektes: „Wenn wir gleichzeitig etwas Schönes erleben, macht es besonders Spaß, Gutes zu tun. Wir von SI werden auch in Zukunft die Hans-Christian-Andersen-Schule unterstützten“.

Ketelsen-Stiftung unterstützt USCH.I

Scheckübergabe StiftungMit 1.000 € fördert die Magrit und Nicolay Ketelsen Stiftung das Kieler Schulprojekt USCH.I, das alleinerziehenden Hartz IV-Müttern ermöglicht, ihren Hauptschulabschluss nachzumachen. Am 23.2.wurde der Scheck der Geschäftsleitung des Mehrgenerationenhauses im Kieler Yacht Club übergeben.

Die Margit und Nicolay Ketelsen Stiftung aus Wedel / Holstein ist eine kleine private Stiftung, die durch Margit Ketelsen nach dem Tod ihres Ehemanns Nicolay 2011 errichtet wurde. Margit Ketelsen erinnert sich: „Nach einem erfolgreichen und insgesamt 45 Jahre währenden Arbeitsleben gründete ich die Stiftung aus Dankbarkeit und auch ganz besonders zur Erinnerung an meinen viel zu früh verstorbenen Ehemann Nicolay Ketelsen. Es war unser gemeinsamer Traum im Ruhestand etwas Sinnvolles für andere zu tun.
Da ich im eigenen Umfeld erfahren habe, wie schwer es für Kinder, Jugendliche und Studierende ist, ohne Unterstützung aus dem Elternhaus, eine gute Bildung zu erhalten, möchte ich all Jenen durch meine Stiftung helfen.“

Begünstigt werden Projekte, die sich in Deutschland für die Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen einsetzen sowie Einzelpersonen, die während ihrer Ausbildung finanzielle Hilfe benötigen.

„Wir freuen uns, dass es Menschen wie Margit Ketelsen mit großem Herz für Frauen ohne Ausbildung gibt, die unser Schulprojekt unterstützen“, sagt Angelika Adelmann, amtierende Präsidentin des SI-Clubs Kiel Baltica.

Präsidentin Angelika AdelmannSoroptimist International (SI) ist die weltweit größte, Vereinigung berufstätiger Frauen in verantwortlichen Positionen. Sie sind ehrenamtlich aktiv in sozialen, kulturellen und ökologischen Hilfsprojekten im lokalen, nationalen und internationalen Umfeld und pflegen internationale Freundschaft. „Frei nach dem Motto „Bewusstmachen – Bekennen – Bewegen“ geben wir und Spender wie die Ketelsen-Stiftung diesen jungen Frauen eine zweite Chance“ – so Angelika Adelmann „Ein Schulabschluss ermöglicht den jungen Müttern eine Ausbildung zu beginnen und ist damit die Basis einer soliden Zukunft für die Mütter mit ihren Kindern. Wir freuen uns, diesen Scheck in Höhe von 1.000€ übergeben zu können.“

Ausverkauftes Haus: Die Regentrude

Sorores und Freunde trafen sich am 15.Februar im Werftparktheater um die 8. Exklusiv-Theateraufführung für die Soroptimist International-Clubs Kiel und Kiel Baltica zu besuchen. Beim anschließenden Get Together mit dem Team des Theaters bei einem üppigen Buffet, ProSecco, Kiwi-Torte und anderen Leckereien waren sich die Besucher einig: es war eine grandiose Vorstellung, perfekt inszeniert, hervorragender schauspielerischer Leistung mit Herzblut und Temperament. Mitreißend schön. Ein tolles Event zugunsten der Kulturpatenschaft der Hans-Christian-Andersen-Schule in Gaarden.

Besonders mitreißend war Johanna Kröner, die die junge Maren spielte, die nach Jahren der Trockenheit den Weg zur mächtigen Fabelfigur der Regentrude sucht, um Wasser für die Felder des Dorfes zu erbitten. Eine Reise durch Wälder mit Kobolden und Falltüren, mit Mutproben aller Art.

Die Ausstattung von Stefani Klie und vor allem das gesamte Ensemble begeisterte das Publikum:

Maren: Johanna: Kröner, Andrees: Julius Ohlemann, Wiesenbauer: Jost op den Winkel, Mutter Stine/Regentrude: Marie Kienecker und Wettermann/Feuermann: Dirk Stierand.

Die Regentrude war das letzte Stück bei dem Franziska Steiof Regie führte. Franziska Steiof war beim Einzug der damals »jugendtheaterkiel« genannten Truppe in das frisch renovierte Haus im Werftpark Regieassistentin. Ihre Arbeit am Werftpark (vor allem: Die Nächte der Schwestern Brontë) war der Grundstein für eine außergewöhnliche Regiekarriere, die sie zu vielen Festivals, Preisen und an viele renommierte Theater führte. Mit dieser Stückfassung kehrte sie nun zur Jubelspielzeit an den Werftpark zurück.

Am 23. Januar hat sich Franziska Steiof entschieden, aus dem Leben zu gehen. Das Werftpark-Theater war Ausgangspunkt und Heimathafen für die Vielbeschäftigte, die Manager-Coachings durchführte, am Mozarteum Salzburg lehrte, am Grips-Theater Berlin zweimal für den Friedrich-Luft-preis nominiert wurde, in Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Wien und Kiel inszenierte. Sie wird uns fehlen.