Mädchen denken rosa, Jungen blau

Heute ist wieder „Girls“ und Boys“ Day. Unternehmen und Arbeitsagenturen ermöglichen jungen Menschen das Reinschnuppern in die Berufswelt. Der Löwenanteil der Angebote findet virtuell statt.

Trotz aller Bemühungen, die starre Aufteilung in klassische Frauen- und Männerberufe zu durchbrechen, halten viele Jugendliche an den traditionellen Geschlechterrollen fest zeigt die von der Regionaldirektion Nord veröffentlichte Auflistung der 2020 in Schleswig-Holstein abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Obwohl oft die Mädchen bessere Schulabschlüsse haben, als die Jungen, entscheiden sie sich oft für den vermeintlich leichteren Weg und wählen die traditionell schlechter bezahlten Berufe. Der Girls Day hilft Mädchen, in einen Männderberuf reinzuschnuppern. Schließlich steht ihnen nicht nur die halbe Welt offen. Berufsorientierung für junge Menschen ist daher auch ein Gleichstellungsthema und ein Weg zur Chancengleicheit.

SHERO-Empowerment Online Kongress

Soroptimist International Deutschland wird im Vorfeld der digitalen Messe „Women & Work“ www.womenandwork.de auf dem digitalen SHERO-Empowerment Online-Kongress am 22.05.21 von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr mit einem Informationsstand und verschiedenen Vorträgen vertreten sein www.shero.communitiy/shero-empowerment.

Im SHERO-Empowerment Online Kongress, treffen „die SHERO.Community auf Coaches und Trainerinnen. Sie helfen, Gewohnheiten zu erkennen, zu verändern und durch stärkende, ermächtigende Verhaltensweisen zu ersetzen, die zur eigenen Persönlichkeit und zum individuellen Wesen jeder Frau passen.“

Frauen verdienen 13 % weniger als Männer

Zwischen dem Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern klafft in Schleswig-Holstein eine Lücke von 2,65 Euro. Während Frauen im Norden im vergangenen Jahr durchschnittlich 17,50 Euro in der Stunde erhielten, bekamen Männer 20,15 Euro, wie das Statistikamt Nord berichtete. Damit betrug der Verdienstunterschied 13 %. In Deutschland insgesamt waren es im Durchschnitt 18 %.  Grund für die Verdienstdifferenz sind strukturelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So arbeiten Frauen häufiger in Branchen und Berufen mit schlechterer Bezahlung und darüber hinaus seltener in Führungspositionen. Hervorzuheben ist, dass Frauen aber auch mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien weniger verdienen als Männer. Von einer echten Gleichbehandlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ist man noch lange entfernt.

Weltfrauentag

WeltfrauentagStatement zum Weltfrauentag am 08.03.2021

Die deutsche Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857 – 1933) schrieb 1889: „Wie der Arbeiter vom Kapitalisten unterjocht wird, so die Frau vom Manne; und sie wird unter­jocht bleiben, solange sie nicht wirtschaftlich unabhängig dasteht.“

In ihrem Kampf für die Emanzipa­tion, in dem sie sich bewusst von der bürgerlichen Frauenbewegung abgrenzte, gelang es ihr während der zweiten sozialistischen internationalen Frauenkonferenz 1910 den Internationalen Frauentag zu initiieren, der am 19. März 1911 erstmals begangen wurde
(seit 1921 am 8. März).

Auch nach mehr als 100 Jahren des Einsatzes für die Feststellung und Forderung „Frauenrechte sind Menschrechte“ hat der Weltfrauentag immer noch seine Daseinsberechtigung. Es gilt Strukturen der Gleichstellungspolitik zu stärken, Sorgearbeit umzuverteilen, Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik gerecht zu gestalten. Wir brauchen eine gleichberechtigte Repräsentanz und Teilhabe, unser Gesundheitssys­tem muss geschlechtergerecht sein und Gewalt gegen Frauen und Mädchen muss immer noch be­kämpft werden.
Unser Rechtsstaat ist nur demokratisch, wenn er auf einer geschlechtergerechten Ge­sellschaft aufbaut.

Bewusstmachen, Bekennen und Bewegen
heißt, die Stimme nicht nur am 8. März zu erheben, sondern auch sich konsequent für die Gleichstel­lungspolitik einzusetzen. In diesem Wahljahr haben wir sogar die Chance, daran mitzuwirken!

Dr. Renate Tewaag, Präsidentin SID (2019 – 2021)
05.03.2021

 

2020 – das Jahr der Frauen?

In klassischen Männerdomänen übernehmen zunehmend Frauen herausragende Funktionen. Sie haben auf dem Grund des Meeres und im All geforscht, geniale Erfindungen gemacht, führen Staaten und Länder und wichtige Bundesverbände, bestimmen die Geldpolitik der EU erheben ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit und haben Grenzen überschritten. Von den wenigsten kennt man die Gesichter, aber sie haben etwas für die Menschheit getan.

Der Moment, als Kamala Harris vor die Welt trat und verkündete: „Ich mag die erste Frau in diesem Amt sein, aber garantiert nicht die letzte“, war ein Moment für alle Frauen auf dieser Welt. Die weiblichen Staatschefinnen führten mit klarem Blick und erfolgreicher als viele Männer durch die Pandemie – von Neuseeland über Taiwan und Finnland bis hin zu Deutschland. Auch Bürgerrechtsbewegungen sind weiblich geworden, Frauen sind laut und wagen es, gegen Ungerechtigkeiten aufzustehen. Sogar die Frauenquote in Vorständen wurde hierzulande durchgesetzt.

Aber Frauen verloren auch Terrain. In einem Jahr, in dem Frauen in Polen wieder um die Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper kämpfen müssen, in dem Journalistinnen für Jahre eingesperrt wurden, nur weil sie die Wahrheit schrieben, in dem die Gewalt gegen Frauen anstieg, auch hier in Deutschland, fühlt es sich nicht nach Emanzipationsfortschritt an. Epidemien und Krisen warfen die Frauenrechte auch in der Vergangenheit um Jahre zurück. Das ist nicht neu. Es ist wieder eine Zeit angebrochen, in dem Frauen wieder härter um ihren Platz in der Welt kämpfen müssen und um ihre Sichtbarkeit.

Der Grund, warum die Regierungschefinnen die Pandemie besser in den Griff bekamen ist nicht etwa, weil wir Frauen klüger, moralischer oder gar besser wären. Das sicher nicht. Aber vielleicht ist die Messlatte für Frauen in Führungspositionen einfach höher. Lasst uns alle dazu beitragen, dass unsere Superfrauen an die Spitze gelangen und dass ihre Taten sichtbar werden. Das macht allen Frauen Mut. Dieser Moment – dieses Jahr ist so entscheidend, weil gerade vieles im Umbruch ist.  Wir haben jetzt die Chance auf neue Arbeitsmodelle, neue Werte, neues Denken. Wir stehen an einem Wendepunkt. Packen wir es an!

750,00 € Kulturspende an Gerhart-Hauptmann-Schule

Mit der Spende konnte kurz vor dem zweiten Lockdown das Theaterprojekt „Life doesn‘ t frighten me“ mit einer vierten Klasse realisiert werden, das durch unsere Clubschwester Kati-Luzie Stüdemann und Deborah Di Meglio betreut wurde.

Die Spende des SI-Clubs Kiel Baltica hat dazu beigetragen, in diesen schwierigen Coronazeiten den Kindern die Möglichkeit zu geben, mit den eigenen Ängsten umzugehen.

Die Gerhart-Hauptmann-Schule liegt auf dem Kieler Ostufer. Das ist ein Stadtteil, in dem viele Menschen mit herausfordernden Lebensumständen zu Hause sind.  In diesem Stadtteil treffen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und mit verschiedensten Sozialisationen zusammen. Schule leistet einen entscheidenden Beitrag zur Integration. Das ist eine immense Aufgabe, die sich nicht nur auf die Kinder bezieht, sondern auch auf ihre Familien. Schule ist ein Ort der Begegnung und der Entwicklung einer gemeinsamen Identität. Entscheidende Werte wie Selbstwirksamkeit, Toleranz und Respekt müssen hier gelebt und vermittelt werden. Im unterrichtlichen Handeln allein kann das nicht in ausreichendem Maße geschehen.

Die individuelle Entwicklung von Menschen und die Schulgemeinschaft müssen durch gemeinsame umfassende Projekte zur Wertevermittlung nachhaltig vorangebracht werden. Hierzu trägt die Spende des SI-Clubs Kiel Baltica bei.

https://www.gerhart-hauptmann-schule-kiel.de/post/life-doesn-t-frighten-me

 

Große Spende für Verein trauernde Kinder

Trotz des Ausfalls des Weihnachtsmarktes rund um die Pauluskirche, der von SI-Clubschwester Sabine Romann für die Kieler Serviceclubs organisiert wird, unterstützten die Kieler Serviceclubs ein soziales Projekt und spendeten großzügig. Gewählt wurde der Verein Trauernde Kinder Schleswig-Holstein, der eine Spende in Höhe von 17.800 Euro erhält.

Dort finden Kinder und Jugendliche Unterstützung, die um eine geliebten Menschen trauern. Das diesjährig geförderte Projekt „Ein Netz knüpfen für trauende Kinder, Jugendliche und ihre Familien“, zielt darauf ab, auch das Umfeld der betroffenen Kinder und Jugendliche intensiver zu stärken. Der Verein informiert berät, stärkt und unterstützt Schulen, Kindertageseinrichtungen, Jugendtreffs und andere Einrichtungen im Bereich Abschied. Tod und Trauer. Diese Leistung möchte der Verein mithilfe der Fördersumme nun verlässlich und dauerhaft anbieten können Eine hauptamtliche Fachkraft wird die Erweiterung der Fort- und Weiterbildungsangebote und die Fachberatung und Unterstützung für pädagogische Einrichtungen übernehmen.

Auch ohne „Weihnachtsmarkt rund um die Pauluskirche“ sammelten die Kieler Serviceclubs auch dieses Jahr wieder viel Geld ein: 17 800 Euro bekommt der Trauernde Kinder Schleswig-Holstein e. V.. Den symbolischen Scheck nahmen Samira Schüller, pädagogische Leiterin, und Andrea Vollbehr, Geschäftsstellenleiterin des Vereins (sitzend von links) entgegen. (Dieses Foto entstand vor dem Dezember-Lockdown.)

 

Große Spende für Kiels kleinste Schule

Soroptimistinnen unterstützen Bildungsprojekt für junge Mütter erneut mit 7.000 Euro Spendensumme

Auch in einer Zeit, in der Abstand das oberste Gebot ist, bleibt der SI-Club Kiel Baltica dem Schulprojekt U.Sch.I nahe, das der Club seit 2013 unterstützt. Nachdem jetzt abermals 7.000 Euro auf das Konto der wohl kleinsten Schule in Kiel geflossen sind, erhöht sich die gesamte Spendensumme der vergangenen sieben Jahre auf mehr als stattliche 85.000 Euro.

„Unsere Schule im Stadtteil“ besteht derzeit aus 13 jungen Frauen ohne Schulabschluss. Eingebettet in ein System, das von Beratung bis Kinderbetreuung alles im Alltag Wichtige in den Fokus nimmt, bereiten sich diese Frauen darauf vor, den Ersten Allgemeinbildenden oder den Mittleren Schulabschluss zu erwerben; also das, was früher Haupt- oder Realschulabschluss hieß.

Gerade wegen der engmaschigen Rundumbegleitung ist jede Menge Geld nötig. Ein Teil der jüngsten Spende soll zur weiteren Digitalisierung online laufenden Unterrichts genutzt werden.

Doris Frese-Körner und Sabine Romann von SI-Club Kiel Baltica sind froh, dass es gelungen ist, überhaupt Geld für die gute Tat zu erwirtschaften. Gewöhnlich wird dazu einmal im Jahr im Golf Club Kitzeberg ein Golfturnier ausgerichtet. Diesmal nutzte man die sommerliche Corona-Entspannungsphase zu einem Benefiz-Golfnachmittag der „Sprotten“, der Damen des Clubs und steigerte die Einnahmen mit Hilfe der in Wedel ansässigen Margit und Nicolay Ketelsen Stiftung, der Kieler Volksbank sowie dem Soroptimist-Club Kiel Baltica und einigen Sachspendern, so dass schließlich 7.000 Euro zusammenkamen. Wie jedes Jahr mit dabei war bei der Spendenübergabe Alt-Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, die sich als Schirmherrin und auch sonst immer wieder für das bundesweit beachtete Bildungsprojekt aus Gaarden stark macht.

v. links nach rechts: Oberbürgermeisterin a.D. Angelika Volquartz, Schulleiter Henry Lorenz und Petra Tudor vom Vorstand der Stadteilgenossenschaft mit Doris Freese-Körner und Sabine Romann vom Si-Club Kiel Baltica.

Kieler Restaurants gegen Gewalt

Die Farbe Orange symbolisiert Optimismus und Lebensfreude, wirkt aufbauend und positiv. Die Farbe steht aber auch für die weltweite Beleuchtungsaktion „Orange your City“, mit der Ende November auf den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ hingewiesen wird.

In Zeiten von Corona ist häusliche Gewalt aufgrund von Kontaktbeschränkungen möglicherweise verstärkt zu befürchten. Auch wenn Restaurantbesuche nicht möglich sind, lässt sich der Kieler SI-Club Kiel Baltica von Corona nicht abschrecken und verteilt Bierdeckel für den Außer-Haus-Verkauf unter dem Motto: „Nein zu Gewalt gegen Frauen.“

So kommt diskret die Telefonnummer des deutschlandweiten Hilfe-Telefons unter die Leute.

Mit von der Partie sind Kieler Restaurants und Cafés wie z.B. das „Resonanz“,  Lutherbeker, Frischküche Laboe, Kieler Hockey u. Tennisclub Kronshagen, Lanna thai, Kiel, Campus-Suite im Rewe-Center und Hummelwiese, Extrawurst Holstenstraße, Restaurant Wildgarten im Golf Club Kitzeberg, Maria bonita – Mexican food, Grillmann Holstenstraße, Schöne Aussichten, Oblomow und Farina di Nonna.

 

Aktionstag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Orange Days 2020

Nicht wegschauen, sondern hinsehen! Hilfetelefonnummer auf Bierdeckeln

Unter dem Motto „Orange the World – Stand up for Women“ startet mit dem 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen die weltweite Kampagne Orange Days, an der sich auch Kieler Restaurants und Cafés beteiligen und Bierdeckel im Außer-Haus-Verkauf verteilen. Ziel des Orange Day ist es, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen und für das Thema zu sensibilisieren. Darüber hinaus soll betroffenen Frauen und Mädchen Mut gemacht werden, sich zu wehren, sich Hilfe zu holen. Aber auch Menschen im Umfeld von betroffenen Menschen sind aufgefordert, hinzusehen und ihnen Unterstützung anzubieten.

Kiel Orange the World – Stand up for Women: Unter diesem Motto starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die Orange Days. Orange ist die Farbe, die die Vereinten Nationen als Symbol für eine gewaltfreie Welt für Frauen wählten.

In Zeiten von Corona ist häusliche Gewalt aufgrund von Kontaktbeschränkungen möglicherweise verstärkt zu befürchten. Auch wenn Restaurantbesuche nicht möglich sind, lässt sich der Kieler SI-Club Kiel Baltica von Corona nicht abschrecken und verteilt Bierdeckel für den Außer-Haus-Verkauf unter dem Motto: „Nein zu Gewalt gegen Frauen.“ So kommt diskret die Telefonnummer des deutschlandweiten Hilfe-Telefons unter die Leute.

Mit von der Partie sind Kieler Restaurants und Cafés wie z.B. das beliebte „Resonanz“, die sich beim „To-Go-Verkauf“ aktiv beteiligen und die Bierdeckel in die Tüte stecken.

Die weltweite Kampagne „Orange Days“ wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Viele Städte und Organisationen weltweit und in ganz Deutschland beteiligen sich an den Aktionen.

Corona als „Brandbeschleuniger“

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag.

Soroptimist International Deutschland (SID) setzt sich landesweit ein mit vielfältigen Aktionen für die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen ein.