Let’s talk about Money: Ein Clubabend für Freiräume

Was, wenn reich werden ganz einfach ist?

Spart ihr noch oder investiert ihr schon? Ein SI-Abend mit Jasmin Reich

Nomen est omen: Jasmin Reich ist Investmentberaterin aus Leidenschaft. Die Mission der jungen Unternehmerin: sie will Frauen aus dem Investment-Dornröschen-Schlaf wach küssen. Weil Geld uns Räume schafft – Frei-Räume selbstbestimmt zu entscheiden. Sie zitiert Coco Chanel: „Geld ist der Schlüssel zur Freiheit und ein Symbol der Unabhängigkeit.“ „Und wenn ihr euch um ein vermeintlich lästiges Thema nicht kümmert, kann es passieren, dass ihr am Ende einer Ehe gehen wollt, es aber aus finanzieller Abhängigkeit heraus nicht könnt“, warnt sie. Deshalb motiviert sie Frauen jeden Alters die Verantwortung für sich und ihre Finanzen zu übernehmen und begleitet sie dabei.

Jasmin Reich möchte ein Vorbild für Frauen sein und ihre Geschlechtsgenossinnen empowern. Sie diskutiert, was Geld für jede Einzelne von uns bedeutet. In ihrem Vortrag spricht sie über den Unterschied zwischen Investieren und Sparen und erklärt den Faktor Zeit beim Vermögensaufbau.

Kompetent spricht die staatlich geprüfte Betriebswirtin mit 15 Jahren Berufserfahrung über die Null-Zinsphase, Inflation, Verwahrentgeld und den demographischen Wandel. Sie erklärt die Zusammenhänge zwischen Rendite, Sicherheit und Liquidität. Klärt über Aktienfonds, ETFs und Einzelaktien auf und schildert eindrucksvoll, wie aus 25 Euro pro Monat Erspartem nach 18 Jahren statt 5.400 € unter dem Kopfkissen oder dem Sparbuch (ohne Inflation) 20.253,63€ (nach Kosten) mit einem (Fonds)-Investmentsparbuch werden (können). Sie vergleicht die Rendite von Bausparverträgen, Lebensversicherungen und internationalen Aktienfonds und ermuntert immer wieder, sich mit dem Thema Geld zu beschäftigen.

Am Ende übergaben viele Clubschwestern ihre Visitenkarten, um beraten zu werden. Ein größeres Kompliment kann man nicht machen.

Hier ist ihre Präsentation zum Nachlesen: Jasmin Reich – Was wenn reich werden ganz einfach ist

 

5.555,00 für soziales Projekt yooweedoo – Benefiz Golf Cup

Golfer übernehmen soziale Verantwortung: Wir golfen jährlich  für den guten Zweck

Bei Traumwetter fand am 28.6.2022 zum zwölften Mal fand der Benefiz-Golf-Cup statt. Ehrengast war Soroptimist International Deutschland Präsidentin Anne Dörrhöfer. Interessante Leute, nette Flighs, viele wertvolle Preise und vor allem einer der schönsten und ältesten Golfplätze Deutschlands lockten.

Und das alles für einen guten Zweck: auch in diesem Jahr ging der Erlös an „yooweedoo – die Zukunftsmacher“ – ein Projekt, das Studentinnen ermuntert, sich selbständig zu machen. yooweedoo ist ein Social Entrepreneurship-Programm der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Hier lernen die Studierenden sich mit nachhaltigen und sozialunternehmerischen Geschäftsideen den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen. 

Gespielt wurde traditionell Chapman Vierer für Damen und Herren, über 18 Löcher (alternativ 9 Löcher) mit anschließendem Abendessen und Siegerehrung.

Wie jedes Jahr gab es eine Menge hochwertiger Preise und Sonderpreise.

Auf dem Treppchen standen diesmal:

Brutto: Carola und Frank Stark. Zweiter Platz: Esther Schütze mit Martina Levecke. Auf dem dritten Platz landeten Christa Meewes-Wagner mit Golf-Club-Präsidenten Olaf Henningsen.

Netto Klasse A: 1. Platz Christa Meewes-Wagner mit Olaf Henningsen, 2. Platz Brita und Mike Zacharias. 3. Platz Carola und Frank Stark. Sieger der netto Klasse B (HCP ab 48,9) waren Catriona Clemmensen-Bockelmann mit Wilhelm Bockelmann, 2. Platz Rosemarie Winterfield mit Ursula Duda-Beisse. Dritter Platz Sinje Pachur mit Silke Habler.

Die Sonderpreise gewannen: Nearest-to-the-Pin Damen gewann Elke Fogt, Herren: Mike Zacharias. Longest-Drive Damen: Gaby Schäfer. Herren: Timo Grabowski.  Nearest-to-the-Line: Edith Metzner.

Wir freuen uns, dass jeder Teilnehmer einen Preis mit nach Hause nehmen konnte. Das verdanken wir den großzügigen Spenden unserer Sponsoren.

Wie in den Vorjahren wird das Turnier von den Soroptimistinnen Sabine Romann und Susan Timmann organisiert, die für reibungslosen Ablauf sorgten und am Ende den Vertreterinnen von Yooweedoo einen Spenden-Scheck in Höhe von 5.555,00 übergeben konnten.

Insgesamt hat der SI-Benefiz-Golf-Cup bereits rund 115.000 € an Spenden „eingebracht“.

Was ist yooweedoo – die Zukunftsmacher*innen?

Wir unterstützen Frauen bei der Gründung von nachhaltigen und sozialunternehmerischen Geschäftsideen. Unternehmensideen wie z.B. „Groovy“ – das grüne Dach zum Ausrollen oder „Rolez“ – barrierearme Mode für Rollstuhlfahrende oder für Naschkatzen: „Hotte Otter“ – vegane Fruchtgummis.
yooweedoo ist ein Programm der School of Sustainability der CAU Kiel. Ziel ist es, die Studierenden bei der Gründung von nachhaltigen und sozialunternehmerischen Geschäftsideen zu unterstützen. 80% der Studierenden sind Frauen.

  • yooweedoo ertüchtigt einerseits Frauen in speziellen Kursen, Wege in die Selbständigkeit zu finden,
  • lehrt sie, sich ihrer Stärken bewusst zu werden,
  • lehrt zu führen und Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen.
  • Anderseits lernen die Studierenden „nachhaltige“ Unternehmensideen zu entwickeln und umzusetzen.

Die Projektideen von yooweedoo beschäftigen sich mit den Themen wie Upcycling, Ressourcenschutz, Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, Klimaschutz, aber auch mit Themen wie Feminismus, Rassismus, Religionsfreiheit und Gender.

  • Unsere Spendengelder werden einerseits für die Förderung von Frauen eingesetzt, indem wir frauenspezifische Angebote des Women Entrepreneurship Programms unterstützen.
  • Darüber hinaus werden wir einen Preis für den yooweedoo Ideenwettbewerb ausloben. Die Preisgelder dienen dazu, die ersten Schritte als Unternehmerin zu ermöglichen.

Es war ein ganz besonderer Tag. Danke an alle Sponsoren und Organisatoren, die uns dieses Event möglich gemacht haben.

Equal Pay Day – selbst Geld anlegen gegen den Gender Gap

2022 stand in Deutschland der 7. März im Zeichen des „Equal Pay Day” – statistisch betrachtet ist dies der Tag des Jahres, bis zu dem Frauen umsonst gearbeitet haben. Das dahinterstehende Rechenmodell geht so: Frauen verdienen in Deutschland aktuell im Schnitt 18 Prozent weniger als Männer. Sie arbeiten also gewissermaßen 66 Tage im Jahr umsonst.

Dass das Gehaltsniveau von Frauen und Männern bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit dasselbe sein sollte, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch die Realität sieht anders aus. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der „Gender Pay Gap”, also das Bezahlungs-Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen, lediglich um ein Prozent verringert: Frauen erhalten bei gleicher Qualifikation im gleichen Job sechs Prozent weniger Lohn bzw. Gehalt als ihre männlichen Kollegen.

Gründe für die schlechtere Bezahlung meiner Geschlechtsgenossinnen gibt es viele – und alle zahlen auf die Konten „finanzielle Unselbstständigkeit” und „Altersarmut” ein …

Unterbezahlt und überhört

Zum Beispiel arbeiten Frauen häufiger in schlechter bezahlten Branchen und Berufen, in Teilzeit oder Minijobs und verdienen deshalb unterm Strich weniger. Dazu trägt auch die eigentlich längst überholte Rollenverteilung „Mann arbeitet, Frau sorgt” bei: Sage und schreibe 93,1 Prozent der Männer mit Kindern unter sechs Jahren arbeiteten 2019 in Deutschland in Vollzeit, gegenüber lediglich 27,4 Prozent der Frauen. Sogar wenn die Kinder älter und somit selbstständiger werden, ändert sich das kaum: Bei Eltern mit Kindern ab sechs Jahren arbeiten 94,8 Prozent der Männer in Vollzeit gegenüber 36,4 Prozent der Frauen. Die Mütter, die Teilzeit arbeiten, stehen in ihrer Freizeit meist jedoch nicht auf dem Tennisplatz, sondern erledigen unbezahlte Arbeit: im Haushalt, beim Home-Schooling, als Kinder-Chauffeur oder Familien-Manager.

Der Gender Pay Gap resultiert zudem aus patriarchisch geprägten Unternehmenskulturen, in den Frauen „eben weniger verdienen” und / oder unzureichend vorbereitet in Gehaltsverhandlungen gehen. Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage unter 2000 Deutschen haben vier von zehn Frauen sogar noch nie mit dem Vorgesetzten über ihr Gehalt verhandelt. Nur sechs Prozent der befragten Frauen gaben an, regelmäßig Gehaltserhöhungen einzufordern – bei den Männern waren es fast doppelt so viele.

Die Quittung kommt im Rentenalter

Der Dank für die entgeltfreie Hausfrauen- bzw. Mutterrolle oder den selbstlosen Verzicht auf ein adäquates Gehalt bleibt freilich aus. Stattdessen bekommen Frauen im Rentenalter die Quittung für das jahrzehntelange „Zurückstecken”: Im Schnitt erhalten sie 53 Prozent weniger Rente als Männer.

Eine „Patentlösung” für eine bessere, finanzielle Stellung der Frauen im Allgemeinen gibt es natürlich nicht. Doch mit einem modernen Rollenverständnis innerhalb der Familie, mehr Eigenmotivation, Selbstbewusstsein und gleichberechtigten Gehältern wäre schon viel gewonnen.

Zudem sollten auch Frauen sich trauen, an den Finanzmärkten aktiv zu werden und Geld sinnvoll zu investieren. Für relativ unerfahrene Anlegerinnen empfiehlt sich beispielsweise ein fondsgebundener Sparplan. So etwas bieten z.B. die Sparkassen oder „boerse.de“ an. Bereits ab 25 Euro monatlich, die beispielsweise in einen defensiv ausgerichteten Fonds investiert werden, lässt sich mit der Zeit ein kleines Vermögen ansparen. Dies verdeutlicht ein Rechenbeispiel: Bei einer angenommenen Gewinnperspektive von 9% p.a. und einem monatlichen Sparbetrag von 50 Euro wächst ein Start-Budget von 4000 Euro in zehn Jahren auf knapp 20.000 Euro an.

Und falls man wider Erwarten doch einmal mehr auf die Seite legen kann oder aber zwischenzeitlich Kapital benötigt ist auch das kein Problem: Ein Fonds-Sparplan kann jederzeit angepasst oder – falls nötig – ausbezahlt werden.

Übrigens: Solche langfristig angelegten Fonds investieren ausschließlich in langfristig erfolgreiche Vermögensaufbau-Werte, wie beispielsweise Amazon, Nestlé oder Colgate-Palmolive. Vermutlich nutzt jeder von uns deren weltbekannten Markenprodukte oder Services sogar selbst – was ein spannender Anreiz sein könnte, um sich als Investorin am Unternehmenserfolg zu beteiligen

Virtueller Festakt am 5.3.2022 um 17:00 Uhr

Noch 4 Tage, dann ist es so weit! Ein Jahr lang mussten wir uns aufgrund der Coronapandemie gedulden, bis wir im richtigen Rahmen unser Jubeljahr begehen dürfen. Das Schöne ist: Wir alle können dabei sein – und das ganz entspannt bei unserer digitalen Festveranstaltung. Zwar hätten wir lieber persönlich und in Präsenz gefeiert, doch wir sind uns sicher, dass wir auch so eine würdige Feier zelebrieren. Der digitale Rahmen ermöglicht uns zudem, dass wir die Veranstaltung öffentlich abhalten können und so zahlreiche Gäste begrüßen dürfen!
Im Rahmen unseres Jubiläums übergeben wir nun am Samstag, 5. März, um 17 Uhr den Soroptimist Deutschland Preis 2021. Dabei dürfen wir dieses Mal gleich zwei Organisationen auszeichnen, die sich besonders für die Verbesserung der Stellung von Frauen in der Gesellschaft stark machen: die MaLisa Stiftung von Maria und Elisabeth Furtwängler (www.malisastiftung.org) sowie #SheDoesFuture (www.shedoesfuture.org).
In Berlin und Bad Oeynhausen haben wir die Übergaben aufgezeichnet, die ihr nun am 5. März zu sehen bekommt.
Bitte meldet Euch über folgenden Link an. Die Teilnahme ist kostenlos: www.xing-events.com/Festveranstaltung_Verleihung_Soroptimist_Deutschland_Preis_2021.html
Vielleicht könnt ihr und alle unsere Clubschwestern von der vorbildlichen Arbeit der beiden Organisationen inspiriert, auch ein paar Ideen für Euren Alltag gewinnen. Außerdem dürfen wir uns über ein Grußwort von Elke Büdenbender freuen, unsere deutsche „First Lady“! Zudem tritt Jule Weber mit einem ganz besonderen Jubiläums-Poetry-Slam auf. Das wird mit Sicherheit ein launiger Festakt, auf den wir stolz sein können und der allen in

Statement SID zur Situtation in der Ukraine

Mitten in Europa herrscht nun Krieg – ein Zustand, den wir längst überwunden geglaubt haben. Jetzt ist es bittere Realität, die uns erschüttert und betroffen macht.

Wir alle können nur erahnen, in welcher Angst die vom Krieg betroffene Bevölkerung derzeit lebt. Wo kann ich mich aufhalten, um möglichst sicher zu sein? Ist die Versorgung in Sachen Medizin und Lebensmitteln gewährleistet? Wie und wo überstehe ich die kommenden Monate? Es stellen sich viele quälende Fragen. Unser Mitgefühl, unsere Gedanken und unsere Solidarität sind nun bei den Menschen vor Ort. Bei allen, die um ihre Angehörigen und Freunde bangen. Bei allen Opfern und ihren Familien. Bei allen, die sich um die Zukunft unseres friedlichen Zusammenlebens sorgen.

Ganz besonders denken wir als Soroptimist International Deutschland auch an die Frauen. Gemeinsam müssen mit höchster Priorität alle Anstrengungen unternommen werden, um Frauen – genauso wie Kinder – zu schützen und in Sicherheit zu bringen! All unseren Partner-Clubs von Soroptimist International sagen wir hiermit unsere uneingeschränkte Unterstützung zu!

Auch für sie müssen wir als Gemeinschaft agieren. Es gilt, unsere freiheitlichen und demokratischen Werte nach außen zu tragen und sie zu schützen. Jegliche Formen von Gewalt führen NIE zu Verbesserungen und der Krieg muss umgehend gestoppt werden! Wir dürfen unsere Augen vor den Gräueln des Krieges nicht verschließen, sondern jeglichen Dialog unterstützen.

Anne Dörrhöfer, Präsidentin Soroptimist International Deutschland