Nein zu Gewalt gegen Frauen

Mit dem heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen beginnen die Orange Days! Bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, liegt der Fokus weltweit auf der nachhaltigen Verwirklichung der Grundrechte von Frauen. Entscheidend ist jedoch, dass dieser Fokus auch unabhängig der Orange Days das gesamte Jahr über gilt!

Auf verschiedenen Ebenen haben wir als Gesellschaft deshalb noch viel zu tun – unter anderem bei der Bekämpfung von Klischees. Bestimmte Geschlechtsstereotypen beginnen schon im Kleinkindalter und verhindern später die Gleichstellung. Gewaltprävention beginnt somit schon in der Kita!

In den kommenden 16 Tagen richten wir den Fokus jeweils auf verschiedene Facetten der Ungleichbehandlung der Geschlechter und möchten so für all das sensibilisieren.

Hier geht’s zur Istanbul Konvention. Lasst uns gemeinsam für deren Ziele einstehen! PDF: https://rm.coe.int/1680462535

Gewaltfreiheit auch in Pandemie-Zeiten

Das Recht auf Gewaltfreiheit gilt auch in Pandemie-Zeiten. Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH) informiert zum Thema Ausgangsbeschränkung. Alles Wichtige im Anhang Ausgangssperre 1-4.

Eine Übersicht der Frauenberatungsstellen und -notrufe in Schleswig-Holstein ist unter www.lfsh.de/beratungsstellen zu finden.

Aktionstag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Orange Days 2020

Nicht wegschauen, sondern hinsehen! Hilfetelefonnummer auf Bierdeckeln

Unter dem Motto „Orange the World – Stand up for Women“ startet mit dem 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen die weltweite Kampagne Orange Days, an der sich auch Kieler Restaurants und Cafés beteiligen und Bierdeckel im Außer-Haus-Verkauf verteilen. Ziel des Orange Day ist es, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen und für das Thema zu sensibilisieren. Darüber hinaus soll betroffenen Frauen und Mädchen Mut gemacht werden, sich zu wehren, sich Hilfe zu holen. Aber auch Menschen im Umfeld von betroffenen Menschen sind aufgefordert, hinzusehen und ihnen Unterstützung anzubieten.

Kiel Orange the World – Stand up for Women: Unter diesem Motto starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die Orange Days. Orange ist die Farbe, die die Vereinten Nationen als Symbol für eine gewaltfreie Welt für Frauen wählten.

In Zeiten von Corona ist häusliche Gewalt aufgrund von Kontaktbeschränkungen möglicherweise verstärkt zu befürchten. Auch wenn Restaurantbesuche nicht möglich sind, lässt sich der Kieler SI-Club Kiel Baltica von Corona nicht abschrecken und verteilt Bierdeckel für den Außer-Haus-Verkauf unter dem Motto: „Nein zu Gewalt gegen Frauen.“ So kommt diskret die Telefonnummer des deutschlandweiten Hilfe-Telefons unter die Leute.

Mit von der Partie sind Kieler Restaurants und Cafés wie z.B. das beliebte „Resonanz“, die sich beim „To-Go-Verkauf“ aktiv beteiligen und die Bierdeckel in die Tüte stecken.

Die weltweite Kampagne „Orange Days“ wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Viele Städte und Organisationen weltweit und in ganz Deutschland beteiligen sich an den Aktionen.

Corona als „Brandbeschleuniger“

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag.

Soroptimist International Deutschland (SID) setzt sich landesweit ein mit vielfältigen Aktionen für die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen ein.